Seegeschichten von Kapt. Erwin Schwarz.

Von Klinkrade in die weite Welt! Davon träumte jeder von uns schon einmal. Nur wenige haben diesen Traum gelebt. Zu ihnen gehört Erwin Schwarz, der von Klinkrade auszog um Kapitän zu werden. Seine Erlebnisse hat er niedergeschrieben und kann uns so an seinen Erfahrungen teilhaben lassen.



Kapitän 1983




Manch einer wird sich erinnern!!

Der Erwin, das ist doch der, der mal zur See gefahren ist.

Jawoll, die Erinnerung ist richtig und trügt nicht; ich bin so ein bisschen zur See gefahren, bin so ein bisschen herumgekommen und habe so ein bisschen davon aufgeschrieben und bin mit eurem Webmaster von www. klinkrade.de übereingekommen, ein bisschen davon auf eurer hervorragenden Website zum Besten zu geben. Es soll hauptsächlich zur Unterhaltung dienen, als Risiko und Nebenwirkung kann durchaus die etwas bessere Bekanntschaft mit einem Berufszweig eintreten, der auf dem platten Lande sonst eher selten anzutreffen ist.

So, jetzt will ich mich doch erstmal etwas genauer vorstellen, damit alle Betrachter wissen, wer hier was zu erzählen hat:

Mein Name ist Erwin Schwarz, geboren wurde ich im Jahre 1939 in Klinkrade und zwar im ehemaligen Altenteilskaten von Franz Burmester.
Vater: Hans Schwarz, gefallen 1944
Mutter: Martha Schwarz, gestorben 2006
Großeltern: Johannes und Karoline Fickbohm aus dem “Scheperkaten”, er seines Zeichens letzter Nachtwächter von Klinkrade, na, und sie das etwas geschwätzige “Klinkrader Tageblatt.”

Meine Kindheit und früheste Jugend in Klinkrade ließ nichts zu wünschen übrig, es war zwar eine schwere Zeit, die letzten Kriegsjahre und besonders die ersten Nachkriegsjahre, aber mehr doch für die Erwachsenen auf deren Köpfe sich alle Sorgen häuften. Wir Kinder waren frei, und es gab so viele Kinder damals, Kinder aus fast allen Gegenden Deutschlands, die Neues und Unbekanntes zu erzählen hatten, eine regelrechte Kulturrevolution fand statt; wir Einheimischen lernten hochdeutsch.

Trotzt aller Freiheit und weitläufiger Feldmark wurde es mir und 2 meiner Freunde zu eng und wir fassten den Entschluss, uns die große Welt etwas näher zu besehen und wir meinten, das ginge wohl ganz gut vom Schiff aus. Also, dann nach dem Realschulabschluss 1956 zur Mosesfabrik (amtsdeutsch: “Landausbildungsstätte für den seemännischen Nachwuchs”) in Travemünde / Priwall. Dort bekam ich zusammen mit 99 anderen Landflüchtigen auf ziemlich militärische Weise beigebracht, wo auf einem Schiff vorn und achtern ist, dass ein Magnetkompass nur ungefähr nach Norden zeigt und ein kluger Seemann immer einen Zettel bei sich hat, auf dem steht, dass Backbord links ist und mit rot symbolisiert wird, Steuerbord aber rechts bedeutet und die grüne Farbe dieser Richtung zugeordnet ist.

Dann das erste Schiff, ein Kümo zwar, aber seetüchtig. Danach andere, größere Fahrzeuge, einige davon recht abenteuerlich aber keines ist mir je unter den Füßen versunken; einmal war es nahe dran, aber es ging gut. Alle anderen Boshaftigkeiten habe ich aber dann noch ausreichend erfahren:



Moses 1956

1963 Steuermannspatent (A5) in Lübeck, 1967 Kapitänspatent (A6) in Lübeck. 1974 Beförderung zum Kapitän. Gefahren dann noch bis Herbst 1988, dann Inspektor bei der Reederei Leonhardt & Blumberg in Hamburg bis zum Jahre 2000 als ich aus Gesundheitsrücksichten quittieren musste und das wurde, was ich heute noch bin: Rentner.

Ich hoffe, ich kann Euch ein wenig Vergnügen mit meinen Geschichten machen, wo nicht, lasst es mich bitte wissen. Kritik ist ausdrücklich erwünscht; wenn es denn mal langweilig wird darf auch gegähnt und gebuht werden.



Matrose 1960

Stand: 05/08 

 

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