Der 7. Januar 2018 war der erste sonnige Tag mit leichtem Frost nach wochenlangem, trübem und regnerischem Wetter. Eine Beginnverlegung von 11.00 Uhr, wie in den Jahren zuvor, auf 14.00 Uhr lockte rund 100 Klinkrader in die allseits vertrauten gastlichen Räume Rolf Peins. 

Bürgermeister Ernst-August Bruhns eröffnete die Zusammenkunft mit einem Rückblick auf das abgelaufene Jahr 2017. Die Ausarbeitung eines Flächennutzungsplans für ein Neubaugebiet im Bereich der Straßen „Zum Wehrenteich/Am Sportplatz“, die Einleitung der Formalitäten zur Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs und der Beitritt zum neu gegründeten Verein „Naturschutz Duvenseer Moor“ waren wichtige Themen. Die Eröffnung der „Amtsarena“ in Sandesneben, eine Dreifelder-Sporthalle, die zukünftig zur Nutzung für alle Schulen und Vereine des Amtsbereichs zur Verfügung steht, war ein weiterer Höhepunkt des abgelaufenen Jahres. Als Hauptanliegen für das Jahr 2018 nannte er den Kauf des Feuerwehrfahrzeugs und die Fertigstellung des Flächennutzungsplans, der z.Zt. noch auf seine Genehmigung durch die übergeordneten Behörden wartet. Der große Höhepunkt dieses Jahres wird jedoch die Kommunalwahl im Mai sein. Etwas Wehmut klang im Vortrag des Bürgermeisters mit, denn: Ernst August Bruhns gab bekannt, dass er nicht mehr zur Wahl antreten wird.

Wehrführer Frank Löding informierte zunächst stolz über den Personalstand unserer Feuerwehr. Es sind z.Zt. 30 Männer und Frauen im aktiven Dienst. Besonders glücklich kann Klinkrade sein, dass die Frauenquote bei 20 Prozent liegt. Die Aktion früherer Jahre („Frauen an den (Brand-)Herd“) trägt also immer mehr Früchte. Zusammen mit 16 Kameraden aus der Ehrenabteilung und 46 Fördermitgliedern sind also insgesamt 92 Personen direkt mit unserer Feuerwehr verbunden, von denen sechs uniformierte Kameraden Mitglieder des Musikzuges sind.

Zu Pfingsten 2017 gab es die ersten Einsätze. Mit Hilfe der Pumpen mussten drohende Gefahren durch Überschwemmung nach heftigen Regengüssen abgewendet werden. Ein vom Blitz getroffener Kirschbaum auf einem Privatgrundstück, kuriose Verkehrsunfälle, Ölunfälle, Personensuche oder nur das Öffnen einer von innen verschlossenen Haustür zeigen, wie breit gefächert das Spektrum der Einsätze inzwischen ist. Für alle sind die Kameraden und Kameradinnen gewappnet. Denn es wird fleißig zwischendurch geübt. Mit einem Video hat Marc Liedtke eine Übung zur Befreiung eingeklemmter Personen in einem Auto sehr anschaulich dokumentiert. Die bestandene Prüfung „Roter Hahn 2“ und eine sehr realistische Übung, mit der Suche nach vermissten Kindern mit dem Einsatz der neuen Wärmebildkamera, rundete den aktiven Dienst des letzten Jahres ab. Zum Abschluss konnte sich jeder der Anwesenden anhand der Daten aus seinem Fahrzeugschein eine Zeichnung mit den für einen Rettungseinsatz wichtigen Merkmalen zum Verbleib in seinem Auto ausdrucken lassen. Dies erleichtert den Einsatz der Rettungskräfte im Ernstfall sehr.

 Die vielen Aktivitäten der Turnerschaft Klinkrade sind jedem bekannt. Tonja Liedtke stellte als neue Vorsitzende noch einmal die Spartenvielfalt des sportlichen Angebots vor. Auch das plattdeutsche Theaterensemble steht unter der Schirmherrschaft des Vereins. Die Darsteller haben wieder ein neues Stück eingeübt, das traditionell am ersten Februarwochenende aufgeführt wird, wie gewohnt am Theater- und Tanzabend am Samstag und der vorhergehenden öffentlichen Generalprobe am Freitagabend.

Stefan Lubitz stellte die sehr erfolgreiche Tischtennisabteilung vor. Die erste, zweite und dritte Mannschaft eilt in ihrer jeweiligen Spielklasse von Sieg zu Sieg und z.Zt. sind die Aufstiege in die jeweils höhere Klasse vorprogrammiert. In der Sparte Jugendarbeit wird qualifizierter Nachwuchs herantrainiert. Sein Dank ging an die vielen Zuschauer, die stets bei den Punktspielen anwesend sind und einen gewissen Eindruck bei den Gastspielern hinterlassen. Es wird nach einem Trainer für den Erwachsenenbereich Ausschau gehalten. In dem Zusammenhang wird nach Sponsoren aus dem regionalen Bereich gesucht. Mit einem Dank an den bisherigen Spartenleiter Peter Meißner beendete Stefan Lubitz seine Ausführungen mit dem Hinweis, dass es nach Ende der Veranstaltung eine kleine Demonstration des Sports an einer im Nebenraum aufgebauten Platte geben wird.  

Als Sprecherin des Kinderfestteams rief Mirja Schütt alle Mitwirkenden, Eltern und Kinder nach vorn. Ihr Dank ging zunächst an Petra Löding für ihr Engagement zum Veranstalten der vorigen Kinderfeste. Sie ist ab dem letzten Jahr in die zweite Reihe zurückgetreten, steht dem neuen Team aber immer noch mit Rat und Tat zur Seite. Mirja Schütts weiterer Dank ging noch einmal an die Feuerwehr. Durch die fruchtbare Zusammenarbeit konnte 2017 ein sehr gelungenes Dorf- und Kinderfest auf die Beine gestellt werden (siehe Bericht in der Chronik). Die Motivation war und ist, das Kinderfest aus dem Abseits des Spielplatzes in die Dorfmitte zu holen. Mit großer Freude konnte sie verkünden, dass es auch in diesem Jahr ein kombiniertes Dorf-und Kinderfest geben wird. Die Teamarbeit klappt hervorragend. Dekoration, Einkauf und Verpflegung gehen Hand in Hand. Die Einbindung der größeren Kinder und Jugendlichen als Betreuer der einzelnen Spiele ist ein Erfolg. Bei einem Schätzspiel mussten Kinder die Anzahl der Playmobilfiguren in einem Glasbehälter raten. Lorin Bischoff traf mit 73 die exakte Zahl und wurden mit einem 15 € Gutschein des Spielwarengeschäfts Osterhoff aus Sandesneben belohnt.

Petra Löding nutzte die Gelegenheit um auf die Spieliothek hinzuweisen. Jeder hat die Möglichkeit, sich aus rund 400 verschiedenen Spielen eins auszuleihen. Der nächste Spielenachmittag ist am 26. Januar (siehe „Termine“) Sie warb um eine rege Teilnahme. Am 20. Januar tritt eine Puppenspielerin in der Sporthalle auf. Diesen Termin legte sie uns allen sehr ans Herz.

Michael Osterloh überbrachte als Vorsitzender der „Allgemeinen Aktiven Wählergruppe“ (AAW) Neujahrsgrüße. Einst von ihr ins Leben gerufen sei er stolz, wie sich die Veranstaltung inzwischen unter der Regie der Gemeindevertretung entwickelt und etabliert hat. Er blickte zurück auf die Tätigkeiten der AAW, die bis ins Jahr 1948 zurückreichen. Seit sechs Legislaturperioden stellt sie den Bürgermeister. Klinkrade und die AAW sind nach Meinung Michael Osterlohs von einem Populismus überrannt worden. Es sei noch nie da gewesen, dass Erteilungen von Rügen für den amtierenden Bürgermeister beantragt wurden, die im Übrigen abgelehnt worden sind. Die von der AAW erbrachten Leistungen, wie beispielsweise der Bau der Turnhalle, die Initiative zum Bau der Heizhütte, die Aufstellung des Begrüßungsschildes an der Ecke Mönkenweg/Zum Kleverberg und die Modernisierung der Straßenbeleuchtung mit der einhergehenden Energieeinsparung von rund 70 Prozent fänden keine ausreichende Würdigung. Die Einnahmen aus dem alljährlich veranstalteten Osterfeuer kommen regelmäßig den Klinkrader Institutionen zugute.

 Christian Stöber und Paul Musolff überbrachten als 1. Und 2. Vorsitzenden der Wählergemeinschaft „Klinkrader für Klinkrade“ (KfK) ebenfalls Neujahrsgrüße. Sie bekräftigten keine politischen Standpunkte, sondern beschränkten sich auf die Bekanntgabe und Vorstellung der KfK-Kandidaten für die anstehende Kommunalwahl. Mit jeweils fünf Direkt- und Listenkandidaten präsentiert sich die KfK als bestens aufgestellt. Rechtzeitig zum Neujahrsempfang ist die neue Webseite ins Netz gestellt worden. Dort können alle Informationen eingesehen werden. Ein Facebook-Auftritt wird in Kürze folgen.

 Thomas Benecke aus Siebenbäumen stellte den Umfang der Tätigkeiten des Sozialverbandes Deutschland vor. Hervorgegangen aus dem früheren Reichsbund wird Hilfe in allen sozialen Bereichen angeboten. Dass diese Hilfe nötig ist, zeigt die große Zahl von Anfragen während der monatlichen Sprechstunde im Verwaltungszentrum Sandesneben. Falls uns berechtigte Leistungen aus dem Bereich Kranken-, Renten- und Unfallversicherung verwehrt werden, sollen wir uns nicht scheuen, den Einsatz und die Hilfe des Sozialverbandes zu suchen.

 Rolf Pein stellte als Vorsitzender zum Abschluss die Aktivitäten des Skatklubs vor. Wie alle Institutionen dieser Art hat auch der Klinkrader Klub Schwierigkeiten, jüngere Leute zum Mitmachen zu bewegen. Der „Sechs Dörfer Skat“ mit jeweils drei Dörfern aus Mecklenburg-Vorpommern und unserer Region kann nicht mehr in der ursprünglichen Form stattfinden, weil die Vereine insgesamt mit dem gleichen Problem kämpfen. Durch neue Mitglieder aus umliegenden Dörfern kann der Spielbetrieb jedoch aufrechterhalten werden. Rolf Pein warb um neue Mitglieder. Jeder sei herzlich willkommen, einmal „reinzuschnuppern“.

 Damit war der offizielle Teil der Veranstaltung beendet. Anschließend gab es Getränke, Kaffee und Kuchen für alle anwesenden Gäste auf Kosten der Gemeindevertretung. Bei einem Bier wurden anschließend wieder in kleinen Gesprächsrunden Meinungen und Informationen ausgetauscht. Rolf Peins allseits bekannte und beliebte Currywurst und seine leckeren Pommes sorgten dafür, dass in so manchem Haushalt nicht mehr gekocht wurde. Am frühen Abend löste sich die Veranstaltung dann auf.

 Unser Dank geht an alle Mitwirkenden für ihre interessanten und kurzweiligen Beiträge und die Gemeindevertretung für die Bewirtung mit Kaffee und Kuchen und Getränken während der Veranstaltung. Der Klinkrader Neujahrsempfang sorgte für einen guten Jahresauftakt.

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