Am Freitagmorgen meldete sich zunächst der Wettergott und sprach noch bis in die Nacht ein Wörtchen mit. Das hielt die Kameradinnen und Kameraden nicht  ab pünktlich um 17:00 Uhr zur Leistungsprüfung Roter Hahn anzutreten. Mit beinahe voller Stärke trat die Feuerwehr zunächst  in Ausgehuniform bei strömendem Regen vor dem Spritzenhaus an. Nach der Begrüßung der Prüfungskommission und den einleitenden Worten des Vorsitzenden Prüfers ging es auch sofort an die Kontrolle der Kleiderordnung, welche ohne Beanstandung durchgeführt wurde.
Nach dem Wegtreten wurde das Spritzenhaus inspiziert und hochachtungsvoll der Jahresdienstplan mit den Aktivitäten der Wehr begutachtet. Im Spritzenhaus war man zügig durch und hatte weiter nichts zu beanstanden. Die technische Beurteilung unseres Fahrzeugs verlief ebenfalls ohne Probleme.
Nach der Sicherheitsunterweisung, welche durch Jürgen Funk als Sicherheitsbeauftragten vorbildlich durchgeführt wurde (so eine perfekte Unterweisung hatten die Prüfer bislang nicht gesehen), wurde es ernst. In Einsatzkleidung  wurde erneut angetreten und wie schon beim ersten Mal die Einsatzkleidung inspiziert. Da dies auch einwandfrei von Statten ging, wurden willkürlich Kameradinnen und Kameraden zum Vorführen von Knoten ausgewählt. Da alle die abgeprüften Knoten fehlerfrei vorführten ging es nun an das Einsatzszenario Löschangriff.

Wehrführer und Einsatzleiter Frank Löding begann auf dem Weg zum Übungsort auf dem Hinterhof von Rolf Pein mit dem Briefing der Prüfer. Diese staunten nicht schlecht als ihnen das umfängliche Szenario vorgestellt wurde.
Ein zunächst harmlos erscheinender Innenlöschangriff im 1. OG. eines Hauses soll sich nach wenigen Minuten zum Einsatz zur Menschenrettung entwickeln, da plötzlich eine Person am Fenster auftauchen würde. Nach erfolgter Rettung, sollte die weitere Betreuung der geretteten Person sowie das Fortsetzen des Innenangriffs auf dem Programm stehen.  Final würde die gerettete Person, deren Zustand sich weiter verschlechtern würde, reanimiert werden.
Nach dem Einsatzbefehl rückte das Fahrzeug zügig aus und nach kurzer Erkundung durch den Gruppenführer Mathias Löding gab es die Einsatzkommandos an die Mannschaft. Der Einsatz lief zu 100% wie am Schnürchen. Mit Nebelmaschine und Reanimationspuppe wurde selbst für die Zuschauer des Spektakels, unter anderem der Gemeinderat, einiges geboten.

Nach dem Umziehen in Ausgehuniform und dem letztmaligen Antreten dann das Fazit der Prüfer:
„Ein hoch motiviertes Team, dem man ansieht, mit wie viel Elan und Freude sie zu Werke gehen.  Klinkrade hat eine sehr gut funktionierende Wehr und die Prüfungskommission würde gerne in 2018 zum 3. Stern wieder kommen.“
Auch Bürgermeister Ernst-August Bruhns und der Amtswehrführer Volker Bockholdt  bedankten sich bei allen Kameradinnen und Kameraden für die gezeigte Leistung. Ein gutes Gefühl können alle Klinkraderinnen und Klinkrader in Punkto Brandschutz und Unfallhilfe haben.
Der erfolgreiche Abend wurde mit einem Spanferkelessen abgerundet.

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