„Hör‘ mal! Draußen spielt ‘ne Blaskapelle,“ – „Ach Quatsch, doch nicht morgens um fünf am Feiertag!“ – „Tatsächlich!“ So ähnlich hörte sich unser kleiner Dialog an unserem ersten „1. Mai“ in Klinkrade an. Wir standen auf und sahen einen mit Maigrün geschmückten Anhänger, auf dem acht Mann saßen und musizierten. Von einem Trecker gezogen fuhren sie durch unsere Straße, hielten ab und zu an und brachten ein Ständchen.
So auch wieder in diesem Jahr. Der Brauch hat eine lange Tradition. Früher gab es im Anschluss einen Frühschoppen in Peins Gasthof, ein Fußballspiel und eine Kindertanzveranstaltung am Nachmittag. Abends tanzten und feierten dann die Erwachsenen. Die meisten Klinkrader arbeiteten im Dorf. Es war geregelt, dass man am nächsten Tag ausschlafen konnte. So war der 2.Mai auch zumindest ein halber Feiertag.
Die Lebensumstände änderten sich für viele und so schliefen die Aktivitäten nach und nach ein. Geblieben ist das „Maiwecken“ durch den Musikzug der Klinkrader Feuerwehr. Ab fünf Uhr morgens werden die Straßen abgefahren und Ständchen gebracht. Dafür gibt es Spenden in Form von Geld für die Kameradschaftskasse oder „hochgeistigen“ Getränken. Freunde und Förderer in Labenz und Lüchow werden ebenfalls besucht und musikalisch bedacht.
Es ist schön, dass diese Tradition weiterlebt. Vielen Dank an alle Beteiligten für den guten Auftakt in den „Wonnemonat“.